Heuschnupfen

Heuschnupfen


Das menschliche Immunsystem hat die Aufgabe, schädliche Substanzen und Mikroorganismen zu beseitigen und zu vernichten. Bei einer allergischen Reaktion kommt es zur Stimulanz der Immunabwehr gegen völlig unschädliche Stoffe (Allergene) wie Blütenpollen. Sie werden vom Körper als schädlich eingestuft, als solche erkannt und mit unverhältnismäßiger Abwehrreaktion bekämpft. Dabei wird ein komplexer Mechanismus ausgelöst, der den Körper stark beansprucht und schwächt. Es wird diskutiert, dass die Immunabwehr sich im Laufe zunehmender Hygienemaßnahmen in der westlichen Welt und der damit verbundenen reduzierten Konfrontation mit Bakterien und Viren ein neues Betätigungsfeld sucht.

Heuschnupfen ist eine allergische Reaktion auf Blütenpollen. Sie ist primär in den Schleimhäuten von Nase, Rachen und Augen lokalisiert und äußert sich in Jucken, Schwellung und Ausfluss (Tränen und Nasenlaufen). Jucken ist das Leitsymptom der Allergie, andere Symptome, die mit Heuschnupfen in Verbindung stehen, sind Lichtscheue und Niesreiz.

Es ist noch nicht geklärt, warum dies so ist und warum Menschen auf verschiedene Pollen allergisch reagieren und auf andere nicht. Der Heuschnupfen ist immer zeitlich begrenzt - man nennt ihn auch saisonal allergischer Schnupfen -, da er direkt mit der Blühsaison der entsprechenden Pflanzen in Zusammenhang steht. Eine Pollenallergie sollte behandelt werden, da sich die Allergie sonst von Jahr zu Jahr verstärken kann. Leichte Pollenallergien sind durch die Verwendung von Augentropfen und Nasensprays beeinflussbar, auch "Antiallergietabletten" beseitigen die Symptome rasch. Bei stärkeren Pollenallergien und zunehmenden Beschwerden ist eine Impfkur sinnvoll. Wird Heuschnupfen nicht behandelt, kann er sich zu allergischem Asthma ausweiten.

Der stärkste Pollenflug ist im Frühling zwischen April und Juni zur Hauptblütezeit.
Die Allergielage sollte durch Allergietests alle 1-2 Jahre überprüft werden.

zurück

Suche:  
Downloads:
XHTML Valid CSS Valid WAI AAA Valid